Herrlich erfrischend: Apfelsaft von heimischen Streuobstwiesen

 

Wichtige Ziele des Naturparks sind die Pflege und Erhaltung der traditionellen, kleinstrukturierten Kulturlandschaft. Dazu zählen Laub- und Mischwälder, Streuobstwiesen, Heckenstreifen, Trockenmauern, Steinriegel uvm. Die Pflege dieser Landschaftsstrukturen wurde bisher größtenteils von Landwirten quasi als Nebenprodukt ihrer Bewirtschaftung erbracht. Durch den tiefgreifenden Strukturwandel in der gesamten mitteleuropäischen Landwirtschaft ist diese kleinflächige Bewirtschaftung extrem unrentabel geworden. Wenn die Hofinhaber altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden, finden sich oft auch keine Nachfolger, die den Hof übernehmen und die damit verbundenen Pflegearbeiten an der Landschaft mit übernehmen könnten.

Die Landschaftspflege ist aber eine Leistung, die für das Wohl der gesamten Bevölkerung erbracht wird und dem entsprechend auch von Allen honoriert werden muss.

Landwirte, die trotz aller Widrigkeiten noch bereit sind, unsere kleinstrukturierte Landschaft zu erhalten, brauchen daher Absatzmärkte für ihre Produkte.

Landwirtschaftliche Produkte, die in der Region erzeugt wurden, haben zahlreiche Vorteile: sie sind frisch, sie müssen nicht weit transportiert werden (gute Ökobilanz, da kurze Wege), der Käufer kann sich selbst einen Eindruck von den Anbaumethoden machen (Pestizideinsatz, Dünge- oder Fütterungszusätze uvm.).

Der Nachteil für den Käufer: sie sind meist etwas teurer als importierte, gleichförmige Massenware.

Zudem werden nachwachsende Rohstoffe genutzt.

Der Naturpark will regionale Produkte unterstützen, die nachhaltig im Gebiet des Naturparks erzeugt werden. Nachhaltig bedeutet hier, dass Produktionsmethoden verwendet werden, die die Ertragsfähigkeit der Böden nicht schädigen, die so weit wie möglich auf den Einsatz von Insektiziden und Herbiziden verzichten, die die Grundwasserqualität nicht beinträchtigen, die die Auswirkungen der Bewirtschaftung auf das Landschaftsbild und auf die Lebensbedingungen von frei lebenden Tieren und Pflanzen im Auge haben. Abstrakt gesagt soll nachfolgenden Generationen mindestens einen „Fruchtgenuss“ in gleicher Höhe und Qualität ermöglicht werden.

Frisch vom Bauernhof – Direktvermarkter im NOK

Broschüre "Frisch vom Bauernhof - Direktvermarktung im Neckar-Odenwald-Kreis"

Egal, ob man eher einen Vor- oder doch einen Nachteil darin sehen mag: der Neckar-Odenwald-Kreis ist eindeutig „ländlich strukturiert“. Vor diesem Hintergrund ist die Präsentation der neu aufgelegten Broschüre „Frisch vom Bauernhof – Direktvermarkter im NOK“ am Sonntag, 24. September 2006, um 14 Uhr auf dem Ferienhof Pfeiffer in Buchen –Bödigheim zu sehen.

Auch wenn die Landwirtschaft bundesweit einen ungeheuren Strukturwandel durchzumachen hat und die Zahl der Bauernhöfe auch im Kreis stetig kleiner wird – als Bewahrer der Kultur- und Erholungslandschaft spielen landwirtschaftliche Familienbetriebe unverändert eine wichtige Rolle. Immer noch sind die Zahlen beeindruckend: 1200 landwirtschaftliche Betriebe (Stand: 2005), davon 380 im Haupterwerb betreiben Ackerbau, Viehzucht und bauen Obst an und bewirtschaften so rund 47000 Hektar Land, 42 Prozent der Fläche des Neckar-Odenwald-Kreises.

Was die Landwirte bei uns produzieren, muss einem harten Konkurrenzkampf standhalten. Das sind die logischen Folgen der Überproduktion in den Industriestaaten. Wer bestehen will, muss besondere Ideen haben und Nischen finden, in denen er die eigenen Stärken gegenüber den Konkurrenzprodukten deutlicher herausstellen kann. Eine dieser Nischen ist die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte direkt vom Bauernhof.

Während sich gerade mal zehn große Lebensmittelkonzerne rund 80 Prozent des Lebensmittelmarktes in Deutschland teilen, schätzen Fachleute den Marktanteil, den Bäuerinnen und Bauern abschöpfen könnten, auf – immerhin – fünf Prozent. Kunden, die den „Erlebniseinkauf mit persönlichem Bezug“ dem Discounter vorziehen, sind meist Familien mit Kindern oder ältere Menschen, die großen Wert auf eine bewusste und gesunde Ernährung legen und sensibel sind für Öko-Themen. Während in ganz Deutschland bereits 150000 Bauernhöfe, meist kleinere Familienbetriebe, ihre Produkte über den eigenen Laden- oder Markttisch verkaufen, sind es im Neckar-Odenwald-Kreis rund 50 Betriebe.

Bei ihnen kann von Getränken über Obst und Honig bis hin zu Gemüse, Wurst und Fleisch alles erworben werden, was auf eine ländlich gedeckte Tafel mit regionalem Bezug gehört. Mit der Gewissheit, dass die Waren „frisch“ sind und nicht über manchmal Tausende von Kilometern transportiert wurden . Und dass die Produktion „gläsern“, also nachvollziehbar ist und bei der weder genmanipuliert noch haltbar gemacht oder bestrahlt wird.

Information allerdings tut Not, denn die Bauern können sich keine groß angelegten Werbekampagnen wie die Lebensmittelketten leisten. Hier setzt auch die Wirtschaftsförderung des Neckar-Odenwald-Kreises (WiNO) ein. Weshalb nun zum wiederholten Mal die Ländliche Heimvolkshochschule Neckarelz e.V. in Zusammenarbeit mit der WiNO, dem Kreisbauernverband und der Sparkasse Neckartal-Odenwald die Broschüre „Frisch vom Bauernhof – Direktvermarkter im NOK“ erstellt hat . In ihr finden die Bürger das Angebot von 49 Direktvermarktern im Neckar-Odenwald-Kreis, komplett mit Wegbeschreibungen und Saisonkalender. Diese Broschüre liegt nach der Präsentation am 24. September beim Landratsamt, der Ländlichen Heimvolkshochschule in Mosbach-Neckarelz, in den Filialen der Sparkassen im Kreis und auf den Gemeinden aus und kann kostenlos mitgenommen werden.

© Copyright 2006 www.katzenpfad.de

 

Eine Inhaltsauflistung oben beschriebener Broschüre finden Sie auch hier.

Frisch vom Bauernhof - Direktvermarkter im Rhein-Neckar-Kreis

Die Broschüre "Frisch vom Bauernhof" mit Informationen rund um frische Produkte aus der Region des Rhein-Neckar-Kreises können Sie hier komplett lesen; wir haben einen Link auf die Homepage des Rhein-Neckar-Kreises gelegt. 

Sie finden hier Orte und Zeiten der Wochenmärkte der Region, eine Liste der Direktvermarkter, einen Saisonkalender mit Informationen, welches Obst und Gemüse wann reift, Erläuterungen zu Qualitätssiegeln, Infos rund ums KraichgauKorn, sowie nähere Erläuterungen zu Eiern, Kartoffeln und Äpfeln.

 

Die Liste der Direktvermarkter im Rhein-Neckar-Kreis finden Sie auch hier.

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