
Seit dem Sommer 2005 lebt ein Luchs im Naturpark Obere Donau. Weitere Tiere halten sich nachweislich in den Naturparken Neckartal-Odenwald, Südlicher Schwarzwald und Schwarzwald Mitte/Nord auf.
Vor etwa zweihundert Jahren wurde der Luchs in Baden-Württemberg ausgerottet. Heute ist er in ganz Europa besonders geschützt. Gelingt es ihm, auf Dauer in seine ursprüngliche Heimat zurückzukehren? Baden-Württembergs Naturparke bieten dem Luchs mit ihren ruhigen, großen Waldgebieten und Felshängen ideale Lebensbedingungen.
Typische Luchsmerkmale sind seine Pinselohren, sein dichter Backenbart und sein kurzer Schwanz mit schwarzer Spitze. Das etwa schäferhundgroße hochbeinige Tier hat ein meist braun gefärbtes Fell mit schwarzen Flecken. Einem Luchs in freier Natur zu begegnen, ist sehr unwahrscheinlich. Für uns Menschen sind die scheuen Einzelgänger absolut ungefährlich.
Im Naturpark Neckartal-Odenwald gab es bisher zwei Luchsbeobachtungen, im Donautal konnten sogar mehrere gesicherte Nachweise von Luchsen erbracht werden. Wildrisse sowie Video- und Fotoaufnahmen dokumentieren das Vorkommen.
Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg nimmt jederzeit Hinweise zu z. B. Sichtbeobachtungen, Fährten, gerissenen Beutetieren entgegen: Telefon 0761/4018-274
Glauben Sie, eine Luchspur entdeckt zu haben? Dann melden Sie sich auch gerne bei Ihrem regional zuständigen Wildtierbeauftragten.
Informationen zum Luchs erhalten Sie außerdem beim Naturpark Neckartal-Odenwald, der auch in der "AG Luchs" aktiv mitwirkt. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten Wissenschaftler, Landwirte, Jäger, Naturschützer und Behörden eng zusammen.
Der NABU und die Luchs-Initiative setzen sich für die Rückkehr des Luchses nach Baden-Württemberg ein. Mehr zum Lesen finden Sie auf diesen Webseiten:
www.nabu-bw.de vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Baden-Württemberg
www.der-luchs.de von der Luchs-Initiative Baden-Württemberg e.V.