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Gemeinsam stark für die Region

Vlnr: Dr. Jutta Weber und Landrat Christian Engelhardt – Geschäftsführerin / Vorsitzender des UNESCO Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald, Landrat Dr. Achim Brötel und Paul Siemes, Vorsitzender / Geschäftsführer des Naturparks Neckartal-Odenwald

Die Namen lassen es vermuten: Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und der Naturpark Neckartal-Odenwald überschneiden sich im Bereich des badischen Odenwalds in den Landkreisen Rhein-Neckar und Neckar-Odenwald sowie der Stadt Heidelberg. Die Gebietsüberschneidung besteht bereits seit dem Jahr 2004. Im Zuge der Ernennung des Geo-Naturparks als Europäischer und Globaler Geopark beantragten badischen Kommunen, die bereits seit 1980 dem Naturpark Neckartal-Odenwald angehörten, seinerzeit zusätzlich eine Mitgliedschaft im Geo-Naturpark. Im Gegensatz zu Hessen und Bayern, in denen der Geo-Naturpark sowohl Aufgaben als Naturpark als auch Geopark übernimmt, fokussiert er sich in Baden-Württemberg seither auf Geopark-spezifische Themen. Beide Organisationen haben ihre Aufgabenverteilung erstmals in ihren Managementplänen 2020 schriftlich fixiert und nun in eine Vereinbarung gegossen.

Christian Engelhardt begrüßt den Schritt: „Es freut mich sehr, dass wir die seit fast 20 Jahren bestehende gute Zusammenarbeit nun auch offiziell besiegeln. Mit der Vereinbarung wollen wir in der öffentlichen Wahrnehmung die spezifischen Aufgabenprofile der beiden Partner schärfen und die Kooperation zwischen beiden Geschäftsstellen intensivieren.“

„Der neue Vertrag ist die Basis, um Synergien bei Angeboten und Maßnahmen besser nutzen zu können“, fügt Dr. Achim Brötel hinzu. „Das dient dem Ziel beider Organisationen, die Region gemeinsam mit und für die Menschen lebenswert, zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten.“

Die Vereinbarung sieht vor, dass der Naturpark Neckartal-Odenwald im Überschneidungsgebiet Hauptakteur unter anderem für folgende Themengebiete ist: Natur- und Landschaftspflege, nachhaltige Regionalentwicklung, Erholung und nachhaltiger Tourismus und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Geologische Themen wie Geopunkt-Tafeln, Lehrpfade und geologische Beratung sowie die damit verbundenen geschichtlichen Hintergründe obliegen dem Geo-Naturpark. Auch die Geopark-Ranger bieten ihr Programm in diesem Gebiet an. Beide Partner werden weiterhin gemeinsam das Wanderkartenset herausgeben, sich an den bestehenden Tourismusplattformen gleichermaßen beteiligen, Odenwälder Produkte über die Ländergrenzen hinweg bewerben, das Thema „umweltgerechte Mobilität“ in den jeweiligen Medien aufnehmen und sich in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit gegenseitig vernetzen. Bereits heute sind beide Großschutzgebiete wechselseitig als beratende Mitglieder im Vorstand vertreten, informieren sich regelmäßig gegenseitig über ihre geplanten Aktivitäten und stimmen diese miteinander ab.

 

Hintergrundinformation
Über den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald
Der Geo-Naturpark (UNESCO Global Geopark) lädt dazu ein, eine reizvolle und geschichtsträchtige Landschaft zu entdecken, die sich auf einer Fläche von 3800 km² zwischen Rhein, Bergstraße, Odenwald, Main und Neckar erstreckt. Sie ist geprägt von mehr als 500 Millionen Jahren bewegter Erdgeschichte, einem facettenreichen Naturraum, Jahrtausende alter Kultur und von der Gastfreundschaft der Menschen, die zahlreiche Besucher anlockt. Unter dem Motto „Natur mit dem Profi“ gehören unvergessliche Landschaftsführungen und „Geo und Genuss-Wanderungen“ der Geopark-Ranger ebenso zum Angebot wie familiengerechte Natur- und Umweltthemen. Die 23 Informationseinrichtungen des Geo-Naturparks halten darüber hinaus zahlreiche Tipps und Anregungen bereit. Und wer die Landschaft auf eigene Faust entdecken will, kann über 5400 km markierte Wanderwege, mehr als 36 Erlebnispfade sowie mehr als 500 Geopunkte und Geotope entdecken. Gemeinsam mit seinen Partnern in der Region sowie als ausgezeichneter UNESCO Global Geopark im weltweiten Netzwerk mit mehr als 170 Geoparks setzt er sich dafür ein, unser erdgeschichtliches, naturräumliches und kulturelles Erbe für uns und unsere Nachkommen zu bewahren und spannend zu vermitteln. Als Modellregion für die Globale Agenda 2030 unterstützt er damit gleichzeitig die Ziele der Weltgemeinschaft zum nachhaltigen und friedvollen Umgang mit unserem Planeten.

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